Wie man Feedback während jährlicher Mitarbeitergespräche gibt und empfängt

How to Handle Giving and Receiving Feedback

Jährliche Entwicklungsgespräche oder Leistungsbeurteilungen gehören zu den einflussreichsten Momenten des Jahres für Mitarbeiterengagement und Leistungsausrichtung.

Um sie wirklich nützlich zu machen, müssen sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter sie als einen beidseitigen Prozess behandeln, der Wachstum fördert, anstatt Angst zu erzeugen.

1. Die jährliche Leistungsbesprechung neu gestalten

Beide Seiten können vor Jahresendbewertungen zurückschrecken, da sie oft ein ganzes Jahr an Feedback und Emotionen in ein einziges Meeting komprimieren.

Mitarbeiter fürchten Unsicherheit und Kritik. Eine Umfrage ergab, dass bis zu 22 % der Mitarbeiter nach einer Beurteilung weinen, was verdeutlicht, wie emotional aufgeladen diese Gespräche sein können.

Führungskräfte können sich ebenfalls unwohl fühlen, insbesondere wenn sie nicht geschult sind, schwieriges Feedback zu geben, oder defensive Reaktionen befürchten.

Um emotionalen Stress zu reduzieren, definieren Sie den Zweck des Gesprächs neu, bevor es beginnt.

Statt eines Urteils über die Vergangenheit positionieren Sie es als Coaching-Sitzung, die sich auf Lernen, Kurskorrektur und zukünftige Chancen konzentriert.

Ein Sprachwechsel von „Leistungsbewertung“ zu „Gestaltung Ihres nächsten Kapitels“ signalisiert Wachstum statt Bestrafung.

Rahmen Sie das Interview als Teil eines fortlaufenden Dialogs, indem Sie auf frühere 1:1-Gespräche und Check-Ins verweisen. Dadurch fühlt es sich wie eine Reise an, nicht wie ein Urteilstag.

2. Für Führungskräfte: Wie man Feedback gibt, das Wachstum inspiriert

Feedback ist eine Kernkompetenz der Führung. Wenn es gut gegeben wird, werden Bewertungen produktiv statt destruktiv.

Führungskräfte geben den Ton an. Neugier, Respekt und Ehrlichkeit fördern das gleiche Verhalten bei Mitarbeitern.

A. Mit Zweck vorbereiten

Unvorbereitet in eine Beurteilung zu gehen, erhöht Angst und Missverständnisse.

  • Beispiele aus dem ganzen Jahr sammeln, um Aktualitätsverzerrungen zu vermeiden.
  • Leistungsdaten und Peer-Feedback für eine ausgewogene Sicht überprüfen.
  • Beitrag zur Teamkultur und zu langfristigen Zielen bewerten.
  • Persönliche Vorurteile und Annahmen vor dem Treffen überprüfen.

B. Den Ton für psychologische Sicherheit setzen

  • Gemeinsamen Zweck und Entwicklungsfokus klären.
  • Frühe spezifische Wertschätzung anbieten, um Vertrauen aufzubauen.
  • Einen ruhigen, privaten Rahmen ohne Unterbrechungen wählen.

Verwundbarkeit modellieren, indem Sie Ihre eigenen Entwicklungsbereiche teilen. Dies reduziert Hierarchie und baut Verbindung auf.

C. Feedback mit Klarheit und Empathie geben

Verwenden Sie das SBI-Modell (Situation, Verhalten, Auswirkung), um sachlich und objektiv zu bleiben.

  • Verstärkendes und entwicklungsbezogenes Feedback ausbalancieren.
  • Beschreibende Sprache anstelle von Etiketten verwenden.
  • Fragen stellen, bevor Ratschläge gegeben werden.

Empathie bedeutet, ehrlich zu sein und gleichzeitig die Würde zu bewahren.

D. Entwicklungsmaßnahmen gemeinsam erstellen

  • Mitarbeiter einladen, Fokusbereiche vorzuschlagen.
  • Ziele mit dem SMART-Rahmenwerk definieren.
  • Benötigte Unterstützung und Ressourcen identifizieren.

Folgegespräche planen, um Fortschritte über das jährliche Treffen hinaus aufrechtzuerhalten.

Häufige Fallstricke vermeiden

  • Vages Lob
  • Mehrfache Kritik kumulieren
  • Absicht unterstellen
  • Feedback nur mit Bewertungen oder Prämien verknüpfen

3. Für Mitarbeiter: Wie man Feedback konstruktiv empfängt

Mitarbeiter sind aktive Teilnehmer, keine passiven Empfänger.

A. Die Bedeutung von Feedback neu definieren

  • Feedback als Information ansehen, nicht als Urteil.
  • Unterschiedliche Perspektiven anerkennen.
  • Nach Mustern suchen, selbst wenn Sie nicht zustimmen.

B. Ihre Einstellung vorbereiten

  • Über Erfolge und Herausforderungen nachdenken.
  • Eine Wachstumsmentalität annehmen.
  • Strategien zur emotionalen Regulierung planen.

C. Aktiv am Gespräch teilnehmen

  • Nach konkreten Beispielen fragen.
  • Erwartungen klären.
  • Notizen zur Reflexion machen.

D. Feedback in Aktion umsetzen

  • 2–3 Entwicklungsbereiche priorisieren.
  • Unterstützungsressourcen anfordern.
  • Fortschrittsbewertungen planen.

4. Feedback Teil der Kultur machen

Häufiges Feedback reduziert emotionale Intensität.

Wöchentliche 1:1s, Retrospektiven und kurze Check-Ins ermöglichen Echtzeitanpassungen.

Zwei-Wege-Feedback baut Vertrauen und psychologische Sicherheit auf.

Entwicklung mit Schulungen, Mentoring und herausfordernden Projekten verknüpfen.

Folgeaktionen demonstrieren Engagement für Wachstum.

Feedback ist keine Note. Es ist ein Geschenk.

Wenn Vertrauen, gemeinsame Verantwortung und regelmäßige Praxis vorhanden sind, wird Feedback zu einem mächtigen Entwicklungswerkzeug.

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Über den Autor

Morgane Oleron

Morgane Oléron

Psychologie-Content-Autorin bei Siffi

Morgane erstellt einfühlsame, fesselnde Inhalte, die Gespräche über psychische Gesundheit menschlicher und zugänglicher machen. Bei Siffi verbindet sie Storytelling mit Strategie, um eine Kultur der Fürsorge und Verbindung am Arbeitsplatz zu fördern.

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