Morgane Oléron
In den letzten Jahren wurde die psychische Gesundheit zunehmend als ein bedeutender Faktor für die Arbeitsleistung anerkannt, insbesondere nach der Pandemie. Deshalb sollte die Hinzufügung einer Komponente für psychische Gesundheit in das Leistungsmanagement durch einen mitfühlenden, evidenzbasierten Rahmen Priorität haben, da sie sowohl den Mitarbeitern als auch den Organisationen zugutekommt.
Es handelt sich nicht um eine einmalige Bewertung, sondern um einen kontinuierlichen Prozess der Rückmeldung und Abstimmung.
Leistungsmanagement ist ein fortlaufender und dynamischer Prozess, der darauf abzielt, die allgemeinen Unternehmensziele mit den individuellen Zielen durch Rückkopplungsschleifen, Bewertungen, offene Kommunikation und Unterstützung in Einklang zu bringen. Es hilft dabei, die Teammitglieder motiviert und fokussiert zu halten, fördert kontinuierliches Lernen und Entwicklung und identifiziert frühzeitig potenzielle Herausforderungen.
Leistungsmanagement umfasst oft jährliche und kontinuierliche Leistungsbewertungen, OKRs (Objectives and Key Results) und KPIs (Key Performance Indicators), um klare und messbare Ziele zu setzen, sowie projektbasierte Bewertungen, die sich auf spezifische Ergebnisse und Meilensteine konzentrieren.
Traditionell konzentriert sich das Leistungsmanagement auf Output und Kennzahlen. Doch heute erkennen zukunftsorientierte Organisationen, dass die psychische Gesundheit der Mitarbeiter direkt die nachhaltige Leistung und das Wachstum der Organisation bestimmt.
Es gibt wachsende Belege dafür, dass schlechte psychische Gesundheit direkt mit geringerer Produktivität, höherer Fluktuation und reduzierter Kundenzufriedenheit korreliert.
Wenn wir die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden (über Zufriedenheit, Engagement, Stresslevel) gemeinsam mit traditionellen Produktivitätskennzahlen (Aufgabenerfüllung, Ausgaberate) messen, stellen wir fest, dass diese Faktoren das Endergebnis und andere Leistungskennzahlen beeinflussen. Tatsächlich korrelieren niedrige Zufriedenheits- und Wohlbefindenswerte der Mitarbeiter mit Produktivitätsverlusten und erhöhter Fluktuation. Selbst die Kundenbindung wurde schon durch das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinflusst.
Ebenso wurden integrierte Wohlfühlprogramme mit einer Reduzierung des Fehlens um bis zu 0,7 Tage pro Woche und einer verbesserten Bindung um 1,6 in Verbindung gebracht.
Die Integration von psychischer Gesundheit im Leistungsmanagement beinhaltet die Verbindung von Wohlbefindensunterstützung mit den Leistungszielen der Mitarbeiter durch empathische Führung, flexible Prozesse und psychologisch sichere Kommunikation. Ziel ist es, ein System aufzubauen, das nachhaltige Leistung statt Output um jeden Preis wertschätzt.
Für Mitarbeiter verbessert dieser Ansatz Engagement, psychologische Sicherheit und langfristige Resilienz. Für Organisationen reduziert er Fehlzeiten, stärkt die Loyalität und steigert die Produktivität durch verbesserten Fokus und Moral.
Um diesen Rahmen zu operationalisieren, kann HR das Wohlbefinden in jeden Kernschritt des Leistungsprozesses einbetten:
Messbare Indikatoren zur Verfolgung des psychischen Wohlbefindens neben der Leistung umfassen typischerweise sowohl quantitative als auch qualitative Kennzahlen.
Die Integration von psychischer Gesundheit in Leistungssysteme schafft Arbeitsplätze, an denen Menschen und Ergebnisse gemeinsam gedeihen.
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Über den Autor

Psychologie-Content-Autorin bei Siffi
Morgane erstellt einfühlsame, fesselnde Inhalte, die Gespräche über psychische Gesundheit menschlicher und zugänglicher machen. Bei Siffi verbindet sie Storytelling mit Strategie, um eine Kultur der Fürsorge und Verbindung am Arbeitsplatz zu fördern.
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