Burnout am Arbeitsplatz erkennen

Woman has headache
Seit 1992 ist der 10. Oktober jedes Jahr der Welttag der psychischen Gesundheit. Eine Gelegenheit, die Welt auf das Ausmaß psychischer Probleme aufmerksam zu machen.
Dieses Jahr spricht uns das gewählte Thema noch mehr an, da es sich auf Burnout am Arbeitsplatz konzentriert. Ein Thema, das uns täglich beschäftigt, da immer mehr Menschen darunter leiden.
Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Eine Studie in Großbritannien zeigt, dass im vergangenen Jahr (2024) jeder fünfte Arbeitnehmer (20 %) aufgrund psychischer Probleme, verursacht durch Druck oder Stress, eine Auszeit nehmen musste.
Die gleiche Studie stellt fest, dass die jüngeren Generationen (18-24) ein höheres Risiko haben, aus psychischen Gründen eine Auszeit nehmen zu müssen (34 %), als ältere Generationen (15 % bei Personen über 55 Jahren).
Jobunsicherheit, hohe Arbeitsbelastungen und Mobbing, kombiniert mit schlechtem Schlaf und Krisen der Lebenshaltungskosten, führten dazu, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten (über 90 %) angab, im letzten Jahr extremen Stress erlebt zu haben.
Glücklicherweise beleuchtet die Umfrage auch, was helfen kann, diesen Stress zu lindern, der oft zu Burnout führt, wie ein persönliches und berufliches Unterstützungssystem (Familie und Kollegen), ansprechbare Vorgesetzte, flexible Arbeitsgestaltung sowie Unterstützung und Schulung im Bereich der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz.
Wenn Sie immer noch glauben, dass dies nicht die Verantwortung des Arbeitgebers ist, schauen Sie sich die Geschichte an, die unser Kollege auf seinem LinkedIn über den estnischen Präzedenzfall geteilt hat (auf Estnisch; klicken Sie hier für die Übersetzung).
Ja, Burnout beeinflusst das Wohlbefinden des Einzelnen auf offensichtlichere Weise, aber es hat auch weitreichende Auswirkungen auf das Unternehmen. Es liegt im Interesse aller, gemeinsam daran zu arbeiten, es zu verhindern.
Interessenverlust und Müdigkeit sind wichtige Anzeichen für Burnout

Anzeichen erkennen

Burnout entsteht nicht über Nacht. Es ist eine Reaktion auf eine längere Aussetzung gegenüber Stressoren und Auslösern am Arbeitsplatz. Anfänglich ist es fast unbemerkt, da Symptome zu anderen Diagnosen führen können.
Wenn es unbehandelt bleibt, fühlt sich die Person nach einer Weile in der Regel überwältigend erschöpft, entfremdet von ihren Aufgaben und zynisch gegenüber dem Unternehmen und ihrer Rolle und ihrem Wert darin. Dies beeinträchtigt ihre Produktivität, Motivation und ihr Engagement für die Arbeit und das Team.
Mental Health UK schlägt vor, wachsam zu bleiben und die 7 Hauptsymptome des Burnouts bei sich selbst und anderen um uns herum zu erkennen:
  • Isolation
  • unerklärliche Erschöpfung
  • verminderte Leistung
  • Vernachlässigung der Selbstfürsorge
  • Überforderung
  • Desinteresse
  • Anspannung und Stress
Das Erkennen der Symptome ist eine Sache, aber das Verstehen ihrer Ursachen ist der beste Weg, um Burnout zu verhindern.

Risikofaktoren und Ursachen erkennen

Hier sind die 7 Haupt-Risikofaktoren:
  • Hohe Arbeitsbelastung: Arbeitsüberlastung trägt zu Burnout bei, indem sie die Fähigkeit der Menschen erschöpft, den Anforderungen der Arbeit nachzukommen. Wenn diese Art von Überlastung eine chronische Arbeitsbedingung ist, gibt es wenig Gelegenheit, sich zu erholen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.
  • Mangel an Kontrolle: Das Burnout-Risiko ist höher, wenn die Mitarbeiter einen Mangel an Autonomie bei Entscheidungen wahrnehmen, die ihre Arbeit betreffen.
  • Unzureichende Belohnung: Unzureichende Anerkennung und Belohnung (ob finanziell, institutionell oder sozial) erhöhen die Anfälligkeit der Menschen für Burnout, da sie sowohl die Arbeit als auch die Arbeitnehmer abwerten und eng mit dem Gefühl der Unwirksamkeit verbunden ist.
  • Belastete Beziehungen am Arbeitsplatz: Das zwischenmenschliche Umfeld am Arbeitsplatz ist sehr wichtig. Wenn es an Unterstützung und Vertrauen mangelt, ist das Burnout-Risiko höher.
  • Mangel an Fairness: Fairness ist das Ausmaß, in dem Entscheidungen am Arbeitsplatz als fair und gerecht wahrgenommen werden. Wenn Menschen nicht mit dem entsprechenden Respekt behandelt werden, entstehen wahrscheinlich Zynismus, Wut und Feindseligkeit.
  • Mangel an Klarheit: Nicht zu wissen, warum wir bestimmte Dinge tun, macht es sehr schwierig, engagiert und produktiv zu bleiben. Wenn den Menschen in ihrer Arbeit Klarheit fehlt, neigen sie dazu, sich machtlos und bedeutungslos zu fühlen.
  • Unvernünftiger Zeitdruck: Während Phasen hohen Zeitdrucks unter bestimmten Bedingungen akzeptabel sein können, schafft unvernünftiger Zeitdruck unerreichbare Ziele und erzeugt ein Gefühl des Versagens bei den Mitarbeitern.
In diesem Beitrag haben wir versucht, so viele Informationen wie möglich über die Vorbeugung und das Erkennen von Burnout-Anzeichen zusammenzutragen.
Natürlich sind wir alle unterschiedlich und gehen mit Situationen anders um, was bedeutet, dass Sie oder jemand, den Sie kennen, unter Burnout leiden könnte, ohne alle oder einzelne dieser Symptome zu erleben. Im Zweifelsfall raten wir Ihnen, immer mit einer Vertrauensperson, einem Kollegen oder einem Gesundheitsfachmann zu sprechen, um Rat und Unterstützung zu erhalten.
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Über den Autor

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Tarmo Pihl

Mitgründer, CEO bei Siffi

Tarmo Pihl ist der Mitgründer und CEO von Siffi, einer Plattform, die sich der Förderung des Mitarbeiterwohlbefindens durch psychische Gesundheitsunterstützung widmet, einschließlich Beratung, Coaching und Achtsamkeit. Mit einem umfassenden Hintergrund im Aufbau erfolgreicher Start-ups ist er leidenschaftlich daran interessiert, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Herausforderungen moderner Arbeitswelten begegnen und die weltweite Zugänglichkeit zu psychischen Gesundheitsdiensten verbessern.

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