Angst wird als Besorgnis über ein erwartetes Problem definiert. Sie beinhaltet Sorgen, Unsicherheitsgefühle und die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Angst ist eine Reaktion auf unmittelbare Gefahr, während Angst sich auf eine zukünftige Bedrohung bezieht. Wenn dich zum Beispiel jemand fast mit einem Auto trifft, erlebst du Furcht, aber wenn du allgemein befürchtest, dass dich jemand mit einem Auto treffen könnte, dann fühlst du dich ängstlich.
Menschen, die unter Angst leiden, beginnen, in ihrer Umgebung nach Bedrohungen zu suchen und sind sehr empfänglich für jeden Reiz, der eine solche darstellen könnte. Es löst “Flucht-oder-Kampf”-Reaktionen im Körper aus. Angst kann auch durch einen inneren Wertekonflikt oder ein Trauma verursacht werden. Es ist sehr wichtig, auf dein Angstniveau zu achten, Hilfe zu suchen und die Gründe dafür zu finden.
Angst wird zu einer Angststörung, wenn sie deine Fähigkeit beeinträchtigt, mit dem täglichen Leben umzugehen und angemessen mit der Welt zu interagieren. Die häufigsten Angststörungen sind generalisierte Angststörung, Panikstörung, Zwangsstörung, soziale Phobie, Gesundheitsangst, und posttraumatische Belastungsstörung.
Angst ist die Reaktion des Körpers auf Bedrohungen. Das Adrenalin strömt in den Blutkreislauf und der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor. Das passiert sogar, wenn die Bedrohung nicht real ist. Es ist der Überlebensmechanismus des Körpers – Menschen könnten sich ohne die Reaktion des Körpers auf Bedrohungen nicht schützen. Selbst der Gedanke an etwas Gefährliches kann eine Reaktion auslösen. Das Gehirn kann nicht immer unterscheiden, ob die Bedrohung real oder eingebildet ist – die Kampf- oder Fluchtreaktion wird in beiden Fällen aktiviert. Dies führt zur Aktivierung des sympathischen Nervensystems, was verschiedene körperliche Reaktionen wie Unruhe, Anspannung, Atembeschwerden, Herzklopfen und Schwitzen verursacht. Es ist wichtig zu bedenken, dass die oben genannten Empfindungen, die wir bei Angst erleben, für unsere Gesundheit nicht gefährlich sind.
Entspannungstechniken
Bei Angstzuständen ist unser Körper angespannt und bereit, zu kämpfen oder zu fliehen. Die Entspannungstechniken helfen uns, uns zu entspannen und unserem Körper ein Signal zu senden, dass die Bedrohung vorüber ist. Sie helfen, Angstzustände und unangenehme körperliche Empfindungen zu reduzieren.
Es gibt verschiedene Entspannungsübungen:
Hier finden Sie verschiedene Entspannungstechniken:
https://www.headspace.com/meditation/relaxatio
Sie können auch verschiedene Techniken auf YouTube finden. Versuchen Sie, diejenigen zu verwenden, die Ihnen am meisten helfen.
Hier sind einige Beispiele auf Englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=MoQVgJx_QN4&t=114s
https://www.youtube.com/watch?v=23K_lFus09w
https://www.youtube.com/watch?v=GQHQ7nKUUpc&t=12s
https://www.youtube.com/watch?v=ihO02wUzgkc&t=37s
Körperliche Aktivität
Körperliche Aktivität kann auch helfen, Angstzustände zu reduzieren. Gehen Sie spazieren, joggen Sie oder tun Sie etwas anderes, das Ihnen Spaß macht. Auch Gartenarbeit oder Putzen kann helfen. Versuchen Sie, die Aktivität zu finden, die am besten zu Ihnen passt.
Mit Ihren Gedanken arbeiten
Gedanken sind wie ein ständiger innerer Dialog in unserem Kopf. Sie kommen und gehen sehr schnell. Sogar so schnell, dass wir es nicht schaffen, sie zu hinterfragen. Da Gedanken beeinflussen, wie wir uns fühlen und verhalten, ist es wichtig, auf diejenigen zu achten, die uns ängstlich machen können.
Fragen Sie sich:
Basiert der Gedanke auf Fakten oder Emotionen?
Könnten meine Gedanken eine übertriebene Version der Wahrheit sein?
Wie würde eine andere Person (ein Freund/ein Kollege) die Situation sehen?
Ist mein Gedanke ein wahrscheinliches oder das schlimmstmögliche Szenario dessen, was passieren könnte?
Was wäre das wahrscheinlichste, was passieren könnte?
Die Reaktionen ändern und sich beängstigenden Situationen stellen
Einerseits ist es verständlich und normal, angsteinflößende Situationen zu vermeiden, aber es ist wichtig zu wissen, dass das Vermeiden bestimmter Ereignisse und Situationen normalerweise die Angstzustände aufrechterhält. Durch ständiges Vermeiden fehlen uns neue Erfahrungen und wir können uns den realen Konsequenzen, die vielleicht nicht so katastrophal sind, wie wir gedacht haben, nicht stellen. Wir vermissen auch die Freude und die positiven Ergebnisse, die mit den vermiedenen Ereignissen einhergehen können.
Zu lernen, wie man sich herausfordernden Situationen stellt, kann unangenehm erscheinen, aber es hilft uns, die Kontrolle wiederzuerlangen und uns langfristig besser zu fühlen. Sie können einen Schritt-für-Schritt-Plan erstellen, um zu beginnen, mit den vermiedenen Situationen umzugehen. Zum Beispiel, wenn Sie Angst vor großen Ereignissen haben, können Sie mit kleineren beginnen und sehen, welchen Einfluss sie auf Sie haben. Kleine Schritte können am Anfang schwierig sein, aber sie können uns helfen, Angstzustände zu reduzieren und zu lernen, mit vermiedenen Situationen umzugehen.
Sie können gleichzeitig verschiedene Techniken kombinieren (Arbeiten mit Gedanken und Atemübungen). Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Tipps nicht wirken, empfehlen wir Ihnen, sich an einen psychischen Gesundheitsfachmann zu wenden.