Chronische Schmerzen gelten als Schmerzen, die über die normale Heilungszeit hinaus anhalten und nicht immer eine eindeutige Ursache haben. In der Regel gelten Schmerzen als chronisch, wenn sie länger als 3 bis 6 Monate andauern oder wiederkehren. Schmerzen dienen in ihrer akuten Phase als Warnsignal, das die Betroffenen und ihr Leben schützt. Werden sie jedoch konstant, geht dieser Warnzweck verloren. Jede Art von Schmerz kann chronisch werden und Monate oder sogar Jahre andauern. Er kann verschwinden und wieder auftreten. Schmerz ist ein universelles Phänomen, und jeder erlebt ihn anders. Es kann für andere schwierig sein, die Schmerzen der betroffenen Person zu verstehen, und die Intensität kann von außen leicht unterschätzt werden. Betroffene können eine Entfremdung vom eigenen Körper erfahren, und die Ausführung alltäglicher Aktivitäten kann ernsthaft beeinträchtigt sein. Menschen haben sehr oft das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben und der Gesellschaft nicht mehr nützlich zu sein. Manchmal hat die Person das Gefühl, von anderen nicht gehört zu werden, und die Schmerzerfahrung kann von ihnen missverstanden werden.
Chronische Schmerzen können unterschiedliche Ursachen haben: ständige Gewebeschädigung (z.B. fortgeschrittener Krebs), neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose), degenerative Erkrankungen (z.B. Arthritis) und viele andere. In einigen Fällen ist die Ursache von chronischen Schmerzen unbekannt – insbesondere wenn die Verletzung, die ursprünglich die Schmerzen verursacht hat, verheilt ist.
Schmerz als Phänomen ist schwer zu fassen; neben den physiologischen Faktoren umfasst er auch emotionale, kognitive, soziokulturelle, verhaltensbezogene und psychologische Aspekte.
Schmerz wird im Gehirn wahrgenommen, hauptsächlich im Kortex. Der Schmerzweg ist der folgende:
Im zentralen Nervensystem gibt es ein komplexes Schmerzregulationssystem, das in einer normalen Situation gut funktioniert. Unser Körper sendet ständig Signale über verschiedene Empfindungen, aber nicht alle Signale erreichen das Gehirn: mehr als 70 % der Signale verbleiben im Rückenmark. Diese Signale werden durch die Nervenbahnen, die zur hinteren Rückenmarkregion absteigen, und auch durch Neurotransmitter, die die Übertragung der Schmerzsignale hemmen, gedämpft. Wenn es zu einem Versagen im System kommt, passieren auch „unschädliche“ Signale und werden als Schmerz interpretiert. Die Menge an grauer Substanz im Gehirn beginnt zu schrumpfen, wenn der Schmerz lange anhält. Diese Veränderungen treten ziemlich schnell auf, selbst nach einem 3-monatigen Schmerzzyklus. Der übermäßige Druck im Nervensystem kann dauerhaft sein und so entsteht der Teufelskreis zwischen dem Schmerz und dem Nervensystem.
Suchen Sie nach validen Informationen
Es ist sehr wichtig, ausreichende Informationen über Schmerzen zu erhalten. Der Umgang mit Schmerzen kann emotional herausfordernder sein, wenn die Ursache unbekannt ist. In Estland gibt es eine Schmerzgesellschaft, bei der Sie weitere Informationen zum Schmerzmanagement erhalten können.
Körperlicher Kontakt
Streicheln, Umarmungen und Liebkosungen stimulieren den Geist auf unterschiedliche Weise. Berührungen und Massagen beruhigen den Körper, reduzieren die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, senken den Blutdruck und helfen, Stress zu überwinden.
Sprechen Sie über Ihre Emotionen
Gefühle können einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Obwohl positives Denken uns Kraft gibt, ist es auch wichtig, Raum für negative Emotionen zu lassen. Viele Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, unterdrücken ihre Emotionen, um sich selbst oder andere vor den Auswirkungen negativer Emotionen zu schützen. Es ist wichtig, alle Arten von Emotionen auszudrücken, damit sie keine Spannungen im Körper verursachen.
Achtsamkeit
Achtsamkeit ist eine Form der Meditation, die uns lehrt, eine offene, freundliche, neugierige und akzeptierende Haltung uns selbst, dem Leben und den Emotionen gegenüber einzunehmen. Sie können hier einige Achtsamkeitstechniken finden.
https://www.mindful.org/mindfulness-meditation-guided-practices/