Aufbau einer starken Arbeitgebermarke in der Technologiebranche

Building a strong employer brand

Wettbewerb gibt es überall, auch am Arbeitsplatz. Da Talente immer mehr Unternehmen zur Auswahl haben, ist es wichtig, wie Sie sich auf dem „Mitarbeitermarkt“ präsentieren und wofür Sie als Unternehmen stehen. Genau hier kommt das Employer Branding ins Spiel.

Was ist Employer Branding?

Employer Branding ist der Prozess der Gestaltung und Förderung des Rufs eines Unternehmens als Arbeitgeber. Es beinhaltet die Verwaltung der Wahrnehmungen und Erfahrungen aktueller und potenzieller Mitarbeiter, genauso wie eine Marke dies für ihre Kunden tut. Eine Marke ist die Wahrnehmung und das Verständnis eines Nutzers von etwas: einem Service, einem Produkt oder, in diesem Fall, einem Unternehmen.

Mit seiner hohen Fluktuation und der ständigen Bewegung von Entwicklern und Technikgenies, die Karrierewachstum, Gehalt, persönliches Wohlbefinden und psychische Gesundheit suchen, ist die Tech-Branche ein äußerst wettbewerbsintensives Umfeld.

In der heutigen Landschaft geht es nicht nur darum, „gut auszusehen“ in den Augen des Kunden. Ein positives Image bei Ihren aktuellen und potenziellen Mitarbeitern zu projizieren, ist ebenso wichtig.

Warum ist Employer Branding wichtig?

Es mag nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein, aber eine starke Arbeitgebermarke bietet wesentliche Vorteile:

  • Neue Talente anziehen: Talente in wettbewerbsintensiven Märkten suchen nach Wachstumspotenzial, Sinnhaftigkeit, gesunder Work-Life-Balance und Unterstützung bei psychischer Gesundheit.
  • Mitarbeiterbindung: Eine starke Arbeitgebermarke hilft, bestehende Talente stolz und engagiert zu halten.
  • Reduzierung der Rekrutierungskosten: Anziehung und Bindung reduzieren Zeit und Kosten bei der Einstellung.
  • Verbesserung des Gesamtimages: Zufriedene Mitarbeiter werden zu Markenbotschaftern gegenüber Kunden.

Was sind die Schlüsselelemente des Employer Branding

Jedes Unternehmen ist anders, aber es gibt mindestens 10 Schlüsselelemente, die allgemein als wesentlich für das Employer Branding anerkannt sind:

  1. Unternehmenskultur

    Eine transparente und authentische Arbeitskultur, die die öffentlich geförderten Werte widerspiegelt, ist grundlegend. Dazu gehört die Förderung eines Umfelds, das psychische Gesundheit und psychologische Sicherheit unterstützt.

    Transparente und authentische Arbeitskultur
  2. Employer Value Proposition (EVP)

    Das einzigartige Set an Vorteilen, Werten und Chancen, die eine Organisation ihren Mitarbeitern bietet.

  3. Zweck und Mission

    Eine inspirierende Missionserklärung erhöht das Engagement und die Loyalität, insbesondere wenn das Wohlbefinden Priorität hat.

  4. Kommunikation und digitale Präsenz

    Unternehmen müssen online sichtbar sein und Werte und Karrieremöglichkeiten klar kommunizieren.

  5. Diversität, Gleichheit und Inklusion (DEI)

    Engagement für DEI und inklusive Praktiken sind zunehmend entscheidend, um neue Talente anzuziehen.

  6. Innovation und soziale Verantwortung des Unternehmens

    Gen Z und neuere Generationen schätzen Sinnhaftigkeit, Zweck und Ethik am Arbeitsplatz.

    Sinn und Zweck bei der Arbeit

Die 4 P’s des Employer Branding

  • Menschen: Unternehmenskultur, Wachstumschancen und DEI-Engagement.
  • Zweck: Mission, Werte und unternehmerische Verantwortung.
  • Ort: Arbeitsumgebung, Flexibilität und Mitarbeitererfahrung.
  • Produkt: Mitarbeiterreise vom Einstellungsprozess bis zum Karrierewachstum.

Die Rolle der psychischen Gesundheit im Employer Branding

Psychische Gesundheit ist nicht nur ein „Benefit“, sondern ein grundlegender Bestandteil der Unternehmenskultur. Tech-Mitarbeiter, insbesondere Millennials und Gen Z, erwarten von Arbeitgebern, dass sie psychische Gesundheit in Richtlinien, Ressourcen und Initiativen priorisieren.

Priorität für psychische Gesundheit und Wohlbefinden

Schritte zur Etablierung Ihrer Arbeitgebermarke

Hier sind sechs Schritte, um zu beginnen:

  1. Durchführung eines Employer Brand Audits: Wahrnehmungen durch Umfragen oder Analyse sozialer Medien bewerten.
  2. Definition Ihres idealen Mitarbeiterprofils: Merkmale, Werte und Fähigkeiten idealer Kandidaten identifizieren.
  3. Abgleich mit Ihrer Unternehmensmarke: Sicherstellen, dass das Employer Branding Vision und Mission widerspiegelt.
  4. Entwicklung Ihrer EVP: Vorteile, Kultur und angebotene Chancen klären.
  5. Erstellung eines Kommunikationsplans: Ideale Kanäle und konsistente Botschaften intern und extern nutzen.
  6. Überwachen, Messen und Verfeinern: Feedback sammeln, Engagement verfolgen und Strategien anpassen.
Identifizierung idealer Kandidaten

Der Aufbau einer starken Arbeitgebermarke im Tech-Bereich erfordert Engagement und Zeit. Es ist ein unschätzbares Werkzeug, um Top-Talente anzuziehen, zu binden und zu halten – besonders wenn die psychische Gesundheit sichtbar priorisiert wird.

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Über den Autor

Morgane Oleron

Morgane Oléron

Psychologie-Content-Autorin bei Siffi

Morgane erstellt einfühlsame, fesselnde Inhalte, die Gespräche über psychische Gesundheit menschlicher und zugänglicher machen. Bei Siffi verbindet sie Storytelling mit Strategie, um eine Kultur der Fürsorge und Verbindung am Arbeitsplatz zu fördern.