Umgang mit Angst am Arbeitsplatz: Praktische Strategien für Mitarbeiter und Arbeitgeber

Managing Anxiety at Work

Arbeitsangst, definiert als übermäßige Sorge, Nervosität oder Unbehagen im Zusammenhang mit dem eigenen Job oder Arbeitsumfeld, kann das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter erheblich beeinträchtigen.

Sie kann sich in Form von Angst oder Furcht vor der Arbeit, angespannten Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten sowie verminderter Qualität der erbrachten Arbeit äußern. Aufgrund ihrer weitreichenden Auswirkungen ist Arbeitsangst ein Thema, das von Mitarbeitern und Arbeitgebern ernsthafte Aufmerksamkeit erfordert.

Tatsächlich hat Siffi auf seiner Plattform Angst als am häufigsten gesuchtes Schlüsselwort identifiziert, das unsere Liste der häufigsten Probleme von Technologieunternehmen anführt.

Arbeitsplatzangst verstehen

Um Angst im Büro zu bewältigen, ist es wichtig zu verstehen, womit sich die Mitarbeiter in ihrem Alltag auseinandersetzen und was sie erleben. Werfen wir einen genaueren Blick auf die möglichen Symptome:

  • Emotionale Symptome der Arbeitsangst: Ständige Sorge, Stimmungsschwankungen, Gefühl der Überforderung und sogar Panikattacken.
  • Körperliche Symptome der Arbeitsangst: Magenprobleme, erhöhter Herzschlag, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen.
  • Kognitive Symptome der Arbeitsangst: Schwierigkeiten bei der Konzentration, rasende Gedanken, Gedächtnisprobleme.
  • Verhaltenssymptome der Arbeitsangst: Vermeidung von Interaktionen, verringerte Produktivität, erhöhter Arbeitsausfall.

Häufige Auslöser sind:

  • Hohe Arbeitsbelastung und enge Fristen
  • Angst vor Versagen oder Minderleistung
  • Schlechtes Management oder fehlende Unterstützung
  • Schwierige Beziehungen zu Kollegen oder Vorgesetzten
  • Mangel an Kontrolle oder Autonomie
  • Veränderungen am Arbeitsplatz
  • Arbeitsplatzunsicherheit
  • Persönliche Faktoren wie psychische Gesundheitsprobleme oder familiäre Probleme
Angst kann aus einer anhaltenden Furcht vor Fehlern und Nichterfüllung von Erwartungen resultieren

Bewältigungsmechanismen für Mitarbeiter

Wir haben das Thema 2023 kurz mit vier Tipps für Mitarbeiter angesprochen, um Stress und Angst am Arbeitsplatz zu reduzieren:

  1. Die eigene Zeit in die Hand nehmen
  2. Finden, was sich gut anfühlt
  3. Kleine Dinge machen große Tage
  4. Stressbewältigung am Arbeitsplatz ist Teamarbeit

Achtsamkeit

Achtsamkeits- und Entspannungstechniken können wirksam sein, wenn sie regelmäßig praktiziert werden. Beispiele sind:

  • Achtsames Atmen
  • Körper-Scan-Meditation
  • Gedanken und Emotionen wahrnehmen und benennen
  • Barfuß im Gras gehen

Pausen

Regelmäßige Pausen helfen, das Nervensystem zu regulieren und bieten Perspektive.

Sich vom Schreibtisch oder Bildschirm entfernen kann helfen, unser Nervensystem zu regulieren

Organisiert bleiben

  • Timeboxing/Zeitblockierung
  • Pomodoro-Technik
  • Visuelle Aufgabenmanager (Kanban)
  • To-do-Listen und Planer
  • Digitale Unterbrechungen begrenzen
  • Wiederkehrende Aufgaben automatisieren

Gesund bleiben

Work-Life-Balance, gesunde Ernährung, Bewegung und Schlafmuster helfen, Angst zu bewältigen.

Kommunizieren

Bedenken mit vertrauenswürdigen Kollegen oder Vorgesetzten zu teilen, kann unterstützend wirken.

Unterstützung suchen

Wenn die Angst überwältigend wird, wird professionelle Hilfe empfohlen.

Leitfaden für Arbeitgeber: Unterstützung von Mitarbeitern und Reduzierung von Angststressoren

Offene Kommunikation fördern

  • Offene Gespräche über psychische Gesundheit fördern
  • Sicherstellen, dass Vorgesetzte ansprechbar sind
  • Einzelgespräche für Feedback abhalten

Realistische Erwartungen setzen

  • Erwartungen klären
  • Arbeitsbelastung nach Bedarf anpassen
  • Regelmäßige Pausen fördern
Stellen Sie sicher, dass Mitarbeiter verstehen, was von ihnen erwartet wird

Flexibilität bieten

  • Flexible Arbeitszeiten und Remote-Optionen anbieten
  • Arbeitsplätze an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen

Eine positive Arbeitsplatzkultur schaffen

  • Erfolge feiern
  • Teambuilding-Aktivitäten organisieren
  • Toxisches Verhalten sofort ansprechen

Ressourcen und Schulungen anbieten

  • Workshops und Schulungen anbieten
  • Vorgesetzte im Erkennen von Angstsymptomen schulen

Wohlbefinden überwachen und überprüfen

  • Umfragen nutzen, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu verstehen
  • Aktionspläne basierend auf Feedback entwickeln

Vertraulichkeit und Vertrauen sicherstellen

  • Vertraulichkeit wahren
  • Auf Feedback reagieren, um Vertrauen aufzubauen

Das Management von Angst am Arbeitsplatz ist eine gemeinsame Verantwortung auf allen Ebenen der Organisation. Mit einem kooperativen Ansatz können gesündere Umgebungen geschaffen werden, in denen jeder gedeiht.

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Über den Autor

Morgane Oleron

Morgane Oléron

Psychologie-Content-Autorin bei Siffi

Morgane erstellt einfühlsame, fesselnde Inhalte, die Gespräche über psychische Gesundheit menschlicher und zugänglicher machen. Bei Siffi verbindet sie Storytelling mit Strategie, um eine Kultur der Fürsorge und Verbindung am Arbeitsplatz zu fördern.