






In vielen Rechtsordnungen haben Arbeitgeber eine gesetzliche „Sorgfaltspflicht“, um Mitarbeiter vor sowohl körperlichen als auch psychischen Schäden zu schützen. Während spezifische Gesetze je nach Land variieren, sind dokumentierte Risikobewertungen für Unternehmen einer bestimmten Größe oft zwingend erforderlich, um zu zeigen, dass sie aktiv psychosoziale Gefährdungen wie Burnout, Mobbing und übermäßige Arbeitsbelastung identifizieren und mindern.
Eine Risikobewertung ist keine einmalige Aufgabe, sondern sollte als „lebendiges Dokument“ betrachtet werden. Sie sollte mindestens einmal jährlich überprüft werden. Darüber hinaus ist es ratsam, eine neue Bewertung bei größeren organisatorischen Änderungen durchzuführen, wie zum Beispiel einer Fusion, einem Übergang zur Remote-Arbeit oder nach einem erheblichen Anstieg der Mitarbeiterfluktuation oder der Krankenstände.
Interne Umfragen sind großartig für „Stimmungschecks“, aber sie leiden oft unter geringerer Offenheit, wenn die Mitarbeiter befürchten, dass ihre Antworten nicht wirklich anonym sind. Eine professionelle Bewertung, wie sie über die Siffi-Plattform durchgeführt wird, verwendet validierte psychologische Rahmenwerke und die Anonymität Dritter, um ein viel genaueres Bild der Risikostufen zu erhalten, ohne die Voreingenommenheit durch interne Unternehmenspolitik.
Während physische Gefahren zu Hause geringer sind, nehmen psychologische Risiken oft zu. Die häufigsten versteckten Stressoren in Remote-Teams sind „verschwommene Grenzen“ (Schwierigkeiten beim Abschalten), soziale Isolation und „digitale Reibung“ (Frustration mit Werkzeugen oder ein Mangel an klarer asynchroner Kommunikation).
Über den Autor

Psychologie-Content-Autorin bei Siffi
Morgane erstellt einfühlsame, fesselnde Inhalte, die Gespräche über psychische Gesundheit menschlicher und zugänglicher machen. Bei Siffi verbindet sie Storytelling mit Strategie, um eine Kultur der Fürsorge und Verbindung am Arbeitsplatz zu fördern.
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